Das Wappen der Landsmannschaft Nibelungia

Landsmannschaft NibelungiaDie Verbindung in Marburg

… mit Spaß und Erfolg studieren

Über uns

Wir sind eine fabentragende, pflichtschlagende Studentenverbindung im Dachverband des Coburger Convents

Wir sind ein Lebensbund von über 200 bunt gemischten jungen und alten Akademikern. Dabei ist unser wichtigster gemeinsamer Grundsatz die lebenslange, wirkliche Freundschaft.

Historische Aufnahme des Nibelungenhauses

Unsere Verbindung wurde am 15.12.1879 als „Naturwissenschaftlich-Medizinischer Verein“ gegründet. Dieser war der Vorläufer der heutigen Landsmannschaft Nibelungia. Bis zum Ersten Weltkrieg konnten nur Naturwissenschaftler und Mediziner als Mitglieder aufgenommen werden. Der junge Bund wuchs rasch, und so wurde schon bald eine sichtbare Repräsentation nach außen hin für notwendig gehalten.

Ab 1899 wurden daher die Farben Blau-Gold-Schwarz in Band und Mütze getragen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Verein in eine akademische Landsmannschaft umgewandelt, der Eintritt in den Dachverband der Landsmannschaften - die Deutsche Landsmannschaft – erfolgte 1923. Die 20er und frühen 30er Jahre waren eine sehr erfolgreiche Zeit für die Nibelungia. Höhepunkt dieser Zeit war zweifelsfrei das Jahr 1927, als das neu gebaute Verbindungshaus am Hainweg 20 eingeweiht wurde.

Hier in einer historischen Fotografie vor dem Marburger Schloß.

Diese Blütezeit fand mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ihr jähes Ende. Da die Studentenverbindungen aus ideologischen Gründen vom NS-Regime verfolgt und letzlich verboten wurden, musste Nibelungia als letzte Marburger Korporation 1936 ihre Fahnen einholen und ihre Farben streichen. Nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches riefen bereits 1947 die alten Bundesbrüder die Landsmannschaft Nibelungia ins Leben. Heute besteht die Landsmannschaft Nibelungia aus ca. 200 alten Herren und ca. 35 Aktiven. Ab Juli 2003 hatte sie das Präsidium des Coburger Conventes, dem Dachverband der Turner- und Landsmannschaften für ein Jahr inne.

Wir sind eine Studentenverbindung, welche allen Studenten der Philipps-Universität Marburg offen steht. Während der Studienzeit bieten wir eine Alternative zur anonymen Massen-Hochschule: Wir ermöglichen unseren Mitgliedern (»Bundesbrüder«) während der Studienzeit Orientierungshilfe, Geselligkeit und Gedankenaustausch mit Bundesbrüdern anderer Studiengänge und Semestern sowie mit den im Berufsleben stehenden »Alten Herren«. Die Pflicht zur Mitarbeit in der Verbindung erfordert und fördert Persönlichkeitswerte, welche die heutigen Universitäten kaum mehr vermitteln, welche aber für das spätere Berufsleben von großer Bedeutung sind: sachliches Denken, Organisationsfähigkeit, Führungseigenschaften, Verantwortungsbewusstsein, Zivilcourage und Gemeinschaftssinn. Doch bei all diesen richtigen und wichtigen Werten und Motiven wollen wir, dass auch eins nicht zu kurz kommt: Der Spaß!

Wir sind nicht politisch oder religiös ausgerichtet, sehr wohl soll sich jeder dem Allgemeinwohl verbunden fühlen.

Wir sind eine farbentragende Verbindung. „farbentragend“ bedeutet, dass unsere Mitglieder zu bestimmten Anlässen, wie gemeinsame Veranstaltungen auf dem eigenen Haus oder bei anderen Verbindungen, ein Band in unseren Bundesfarben Blau-Gold-Schwarz tragen. Band und Mütze sind die traditionellen Symbole der Verbindungen seit Jahrhunderten.

Wir sind eine pflichtschlagende Verbindung sind, d.h. wir verlangen wir von unseren Mitgliedern, mindestens zwei Partien (die so genannten »Pflichtmensuren«) zu fechten. Diese Art des Fechtens -das studentische Fechten, das keine Sieger oder Besiegte kennt-ist eine alte Tradition, die eng mit der Geschichte und Entstehung der Universitäten verbunden ist. Wir sehen in dem Prinzip einer schlagenden Verbindung nach wie vor mehrere Vorteile (sonst würden wir es nicht machen):
Wir haben den Anspruch, mehr als nur ein geselliger Verein für einen kurzen Abschnitt im Leben unserer Bundesbrüder zu sein, deswegen verlangen wir von jedem unserer Mitglieder, dass es mindestens zwei Partien absolviert. Dadurch entsteht ein Band innerer Verbundenheit zwischen unseren Bundesbrüdern, das weit über die unverbindliche Mitgliedschaft in anderen Vereinigungen und-erfahrungsgemäß-auch in nichtschlagenden Verbindungen hinausgeht.
Die Mensur stellt zudem für jeden eine persönliche Herausforderung dar, der er sich stellen muss. Somit schweißen wir unsere Mitglieder nicht nur untereinander zusammen, sondern erweitern gleichzeitig noch ihren Erfahrungshorizont. Das Bestehen und Überwinden der Ausnahmesituation »Mensur« übt ein in Selbstkontrolle, einer im privaten wie im beruflichen Leben besonders geforderten Charaktereigenschaft.
Außerdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass bei allem Ernst der diesem Thema angemessen ist, das Fechten auch eine Menge Spaß macht. Und billiger und weit ungefährlicher als Bungeejumping oder Fallschirmspringen ist es auch.

Fazit: Es ergibt Sinn, Nibelunge zu sein!

Unsere Gründungsväter haben es im Liedtext einst so ausgedrückt:

Bundesfahne

Farbenlied

komponiert von AH Dr. Paul Weckesser, Text von EAH Prof. P. Witkop

  1. Nun laßt die Gläser lauter klingen! Werft von Euch, was Euch drückt und müht! Es gilt, ein frohes Lied zu singen, dem Blau-Gold-Schwarz ein hohes Lied. Sind's doch die heiligsten der Güter, die dieses Wappen in sich hält, die wir als Mahner und als Hüter vor unser junges Herz gestellt.
  2. Kennt Ihr den Rhein, den himmelschönen? Kennt Ihr der Nordsee wilden Strand? So laßt die Weise stolzer tönen. Es ist ja unser Vaterland, dem wir mit Herz und Hand gehören, für das sich jede Sehne spannt. Blau ist die Treue, die wir schwören dem Vaterland, dem Vaterland.
  3. Was ist das höchste Glück auf Erden, das Dir kein Schicksalssturm zerschlägt, das über Bängnis und Beschwerden und alles Weh Dich tröstend trägt? Das ist die Freundschaft froher Burschen, die gold'ne, die noch nimmer trog. Auf, laßt die Gläser lauter klingen: Die Freundschaft hoch! Die Freundschaft hoch!
  4. Und noch das Schwarz, was soll's uns künden, das unser Wappen dunkel deckt? Es spricht von Kampf und Überwinden, vom Tode, der uns nimmer schreckt. Nein, mutig geh'n wir ihm entgegen, bis seine finstre Kraft erschlafft, bis er besiegt, bis er erlegen uns und der Macht der Wissenschaft.
  5. Das sind drei dreifach schöne Bande, die uns das Wappen knüpft und schafft: Der Freundschaft gilt's, dem Vaterlande, der Pflege edler Wissenschaft. Das zu erstreben, zu erringen sei unsere Ehre jederzeit. Drum laßt's in hellem Jubel klingen: Hoch Blau-Gold-Schwarz in Ewigkeit.
 

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